Aktuelles! Letzte Aktualisierung der Seite am 3. April 2020


 

   [Hinweise auf das aktuelle Schulleben unter www.paulinum.eu:      [Hier]

 

Ein Hinweis : Leisten Sie sich einmal einen Blick auf die Website unserer Schule:

Dank dem Lehrerkollegium für das anregende, optisch bunte,

vielfältige Bild der Solidarität in Corona-Zeiten.

30.März 2020


Details zu den letzten Aktualisierungen:

 

- Corona auch im Hohen Dom zu Münster: HIER

- Den Jubelsemestern 2020 ein herzlicher Gruß (s.u.)

- Die Hefte unserer "Schola" von 2014 zurück bis 1997 werden nach und nach ins ARCHIV gestellt.

- 9. März: Das Farbenfest 2020 wird wegen der Corona-Krise abgesagt! Näheres HIER

- "Allein unter Männern!" Barbara Hagemann (AP 1955), die wohl erste Abiturientin am Paulinum: HIER

- Nachrufe  Dr. Joachim Strauß (1953), Christian Stahl (1975), Johannes Strauß geb. Meyer (1965)

- Winfried Willeke (AP 1947) verstorben. HIER

- Ein Alter Pauliner als Reformator: Hermann Bonnus (1504-1548 (s.u.)

- Dr. med Burghard Brockkötter (AP 1968) verstorben. HIER

- Heribert Herbermann ( XX AP 1947) in Siegburg verstorben: HIER

- Nachrufe Dr. Werner Temme (AP 1959), Dieter Bastian (AP 1956) und Dr. Franz Tölle (AP 1950).   HIER

- UNITAS ehrt Günther Fincke mit Silberner Nadel (s.u.)

- Prof. Dr. Josef Speckmann (AP 1959) Ehrenmitglied der Kunstakademie Münster.  s.u.

- Beiträge und Bilder zur Bardophonie gesucht. Bitte Beitrag Haase (1968) im Gästebuch beachten! LINK

- Alle(r)heiligen in Straelen. Die OIa von 1969 feiert ihr jährliches Treffen. HIER

- Übergabe des Archives der Vereinigung an das Stadtarchiv Münster  (s.u.)

- Hinweis: Parallelen und Konkurrenzen, Das Paulinum und die Hohe Schule Burgsteinfurt  Hier

- 28. März 2020 - Unmittelbar nach dem Farbenfest: Jubiläum 50 Jahre BlasO ( s.u.)

- Vor 75 Jahren am 20.Juli 1944: Auch ein Con-Pauliner im Kampf gegen Hitler: KLICK

- Großer Erfolg der Aktion der Abiturientia 69 zugunsten "digitalen Lernens": Hier

- Der Abiturientia Paulina 2019 ein "Herzliches Willkommen!" KLICK

- Der Jahrgang 1969 feierte sein 100. Semester. Näheres HIER

- Wer macht mit im Siebener-Ausschuss? KLICK

- Buchvorstellung: Königin - Elisabeth I. und der Kampf um England (Thomas Kielinger,1959) HIER

- "Schulzucht" und "Unruhe der Jugend": OStDir Hermann Hugenroth hierzu 1964 und 1968. Hier

- Thomas Kielinger, "Welt"-Korrespondent in London, über das Farbenfest 2009. Lesenswert: HIER


Corona: Farbenfest  am  27.3.  abgesagt!

Dennoch: Den Jubelsemestern ein herzlicher Gruß:

An diesem Wochenende, so der Plan, hätte das Farbenfest 2020 stattfinden sollen. Wegen der Corona-Pandemie fällt es leider aus. Der Siebener-Ausschuss gratuliert daher auf diesem Wege den noch lebenden Con-Paulinern der Abiturientia Paulina von 1960 sehr herzlich zum 120. Semester.

 

Der Verstorbenen sei freundlich gedacht.

 

Der kleine Bilderbogen zeigt die Ereignisse, Stimmungen

und Personen jener Jahre.

 

Die Namensliste, Bilder und Karten dieses Jahrgangs   HIER .

 

Zudem empfehlen wir die Lektüre der Schola 2010, in der Berichte und Bilder der 1960er  zum 100. Semester zu finden sind: ARCHIV

 

Münster, am 27. März 2020

Freundschaftlich: Der Siebener-Ausschuss

Verabschiedung auf dem Schulhof  durch den Schulleiter Hermann Hugenroth / Detail vom Kutschenumzug
Verabschiedung auf dem Schulhof durch den Schulleiter Hermann Hugenroth / Detail vom Kutschenumzug
Auf dem Domplatz: Im Hintergrund das wenig später abgerissene Diözesan-Museum mit seinem  romanischen Säulengang (aus Stift Asbeck)
Auf dem Domplatz: Im Hintergrund das wenig später abgerissene Diözesan-Museum mit seinem romanischen Säulengang (aus Stift Asbeck)
Die Klasse OIa mit ihrem Ordinarius Kresing
Die Klasse OIa mit ihrem Ordinarius Kresing

Dem 100. Semester, der Abiturientia Paulina von 1970

gilt ein herzlicher Gruß. Er gehört zu den ersten Jahrgängen, bei denen die traditionellen Abiturfeiern mehr oder minder ausgesetzt wurden. Auch scheinen sich die Kontakte seit jenen Jahren zunächst mehr auf die Klassen, dann auf die Kursgemeinschaften speziell

der Leistungskurse zu konzentrieren.

 

Die Redaktion freut sich in jedem Fall über Nachrichten und Bilder.

 

Näheres zu den 1970ern HIER.


Betr.: Farbenfest 2020

Hier: Absage

 

Liebe Leute in unserer Alt-Schülerschaft,

 

schon am vergangenene Freitag (6.3.) wurde bekannt, dass mit Blick auf die Corona-Krise über  ein Verbot von Veranstaltungen auf Schulgelände nachgedacht wurde.

 

Heute um 15.00 Uhr erreichte uns die Nachricht, dass  das zuständige Schulministerium die Schulen in NRW in einer Rundmail aufgefordert hat, bis zu den Osterferien außerunterrichtliche und außerschulische Veranstaltungen, die auf dem Schulgelände stattfinden sollten, abzusagen.

 

 

Das Paulinum musste hierauf reagieren und hat alle Veranstaltungen  in diesem Zeitrahmen abgesagt. Als Gäste in der Aula unserer alten Schule sind wir unmittelbar betroffen und sagen das Jahrestreffen hiermit ab. Auch der Pauliner-Gottesdienst am Samstag fällt aus. .

 

Der Siebener-Ausschuss berät derzeit intensiv, wie wir möglichst alle Paulinerinnen und Pauliner am besten informieren können und wir bitten Euch,  besonders die Präsiden und Stufensprecher, alle Kommunikationswege zu Euren Stufen und Klassen mit dieser Nachricht freundlicherweise auch für uns zu nutzen.

 

Für die Gestaltung des nächsten Farbenfestes werden schon Überlegungen angestellt. Es ist vorgesehen für Freitag, den 19. März 2021 und könnte in gewisser Weise in den jungen Abiturientien und den Jubelsemestern "gedoppelt" werden.

 

Mit Pauliner-Grüßen!

 

Münster, 9. März 2020

Der Siebener-Ausschuss 

Im Auftrage: Hans-Peter Boer (1. Vors.)



Einige Zahlen  zur Nutzung unserer Internet-Präsenz  im Jahr 2019:

 

Unsere Homepage ist im abgelaufenen Jahr 2019 auf weiter steigendes Interesse gestoßen. In der Zeit vom  1. Januar  bis  31. 12. 2019  zählten wir 7.734 Besuche(r) (2018 = 6.628) , die 25.058  Seiten aufgerufen haben (2018 = 23.520). 36 % der Aufrufe erfolgten über Mobilgeräte (2018 = 27 %). Besondere Aktivitäten sind wie in den Vorjahren auch in den Wochen vor dem Farbenfest zu registrieren.

 

Natürlich wird es einen Briefversand etwa Ende Januar geben, in dem wir die Einladung zum Farbenfest am 27. März 2020, weitere Infos und einen Überweisungsträger für unsere Spendenaktionen schicken.

 

Der Siebener-Ausschuss dankt für Euer Interesse und Eure Unterstützung im vergangenen Jahr!


Nur wenig bekannt ist, dass ein "Alter Pauliner" im 16. Jahrhundert wesentliche Beiträge zur Reformation  in Norddeutschland geleistet hat. Hermann Bonnus wurde 1504 in Quakenbrück geboren, besuchte das Paulinum in Münster, studierte in Wittenberg und schuf u.a. eine reformierte Kirchenordnung für Osnabrück und arbeitete an der niederdeutschen Bibelübersetzung mit, der sog. Lübecker Bibel; Bonnus war in Lübeck erster Rektor der berühmten Lateinschule Katharineum und erster Suiperintendent der Hansestadt Lübeck . Der Reformator war jetzt am Paulinum  Thema in den ev. Religionskursen von Frau Plate und Frau Weingardt. Zu Gast waren Hans-Neidhardt Hansch, zu Hermann Bonnus forschender Superintendent im Ruhestand, sowie Paul Gärtner, Vorsitzender des Hermann-Bonnus-Geburtshauses, eines Museums in Quakenbrück, das gerade renoviert und neugestaltet wird.

 

Näheres dazu auf der Internetseite des Paulinums  HIER 

 

Zu Bonnus der ausführliche  Eintrag bei Wikipedia HIER  


 

 Farbenfest 2019: Günther Fincke (1940) und Gisbert Maué (1949)

 

Unitas-Verband ehrt Günther Fincke

 

"Beim jüngsten Vereinsfest der münsterischen Unitas-Vereine ist der Münsteraner Günther Fincke (98) mit der silbernen Nadel des katholischen Studentenverbandes Unitas (UV) geehrt worden. Der Philisterzirkelvorsitzende und Geschäftsführer des Unitas-Verbandes Hendrik Koors überreichte die Ehrung, die als eine der höchsten Auszeichnungen des Unitas-Verbandes gilt. Günther Fincke, 1921 in Potsdam  geboren, Mitglied der Abiturientia 1940 des Gymnasium Paulinum, ist der letzte noch lebende Unitarier aus den Wiederbegründungssemestern des Unitas-Verbandes nach dem Zweiten Weltkrieg. Noch heute ist er, wie Hendrik Koors es bei der Ehrung formulierte, im hohen Alter von 98 Jahren der 'Motor des Philisterzirkels der Unitarier in Münster."

Westfälische Nachrichten Nr. 285 / 9.12.2019, RMS03

 

Der Siebener-Ausschuss gratuliert Günther Fincke zu dieser Ehrung sehr herzlich und dankt ihm für seine jahrzehntelange Treue gegenüber der Altschülerschaft und der "Schola Paulina". Auf den Farbenfesten der letzten Jahre ist Günther Fincke meist "unser Ältester". Das Bild oben zeigt ihn auf dem Farbenfest 2019 gemeinsam mit Gisbert Maué (1949)

 

Das Schicksal  der damaligen Kriegs-Jahrgänge sei uns ständige Mahnung zum Frieden.


Unser Conpauliner Prof. Dr. Erwin-Josef Speckmann (AP 1959) ist nicht nur als Hirnforscher, sondern auch als bildender Künstler mit beachtlichen Arbeiten bekannt geworden. Beide Bereiche seines Lebenswerkes haben weithin Aufmerksamkeit erregt.

 

Jetzt hat die Kunstakademie Münster ihren langjährigen Lehrbeauftragten,

"der den künstlerisch-wissenschaftlichen Diskurs geprägt hat",  zum "Ehrenmitglied" ernannt.

 

Herzlichen Glückwunsch!

 

Wer genauer hinschauen will:  HIER

27.11.2019


 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Übergabe unseres Archives an das Stadtarchiv Münster:

Rechts Frau Anja Gussek (Stellv. Archivleiterin), links Hans-Peter Boer vom Siebener-Ausschuss.

 

Präsentiert werden die Portraits der Abiturientia Paulina 1882, die sich in Einzelbildern hat ablichten lassen.

Archivbestand  der "Vereinigung der Alten Pauliner e.V." geht ins Stadtarchiv Münster

 

Der Siebener-Aussschuss hat einstimmig beschlossen, der schönen Aktenbestand der Vereinigung als Depositum ins Stadtarchiv zu geben. Dies ist inzwischen am 16. Oktober 2019 erfolgt. Der Bestand wird nun fachlich optimal untersucht, aufgearbeitet und zu Forschungszwecken geöffnet. Ein entsprechender Depositalvertrag wurde mit dem Stadtarchiv abgeschlossen.

 

Vorbemerkung zur Provenienz:

 

Die Vereinigung der Alten Pauliner e.V. hat ihre Wurzeln in einem „Siebener-Ausschuss“, der 1931 gegründet wurde. Motor der Gründung war Max Geisberg, Pauliner-Abiturient des Jahrgangs 1896, der bekannte Kunsthistoriker und Direktor des Landesmuseums. Hierzu nähere  Informationen, die Dr. Franz-Egon Humborg verfasst hat, über diesen  LINK:

 

Zum Bestand: Den wesentlichen Teil der im Stadtarchiv Münster zu deponierenden Akten hat am 8. Januar 2019 CP-7er Dr. Werner Temme dem  jetzigen Vorstand übergeben. Die Unterlagen waren bei einem Sohn unseres CP Dr. Theo Hollenders nach dessen Tod (2012) in drei Umzugskartons sicher aufbewahrt worden. Ihm danken wir für die Sorgfalt in dieser Angelegenheit. Die Aktenlage zeigt, dass sich der Bestand aus den Handakten unserer Con-Pauliner Hollenders, Hinricher und Schulze Buschhoff zusammensetzt. Vereinzelte ältere Unterlagen sind von diesen Herren eher beiläufig gesammelt worden. Diese sind zusammengefügt in acht Stehordnern, einer umfangreichen Mappensammlung und einer Reihe von Drucken. Auch Fotos zählen dazu.

 

Einen schönen Bestand von drei Aktenordnern und einem Fotoalbum haben wir 2014 von Frau Inge Uppenkamp (Münster), der Witwe des langjährigen Vorsitzenden Dr. Hansludwig Uppenkamp erhalten. In diesen Ordnern wird die Geschichte des Freundesbundes der Abiturientia Paulina von 1929 exemplarisch festgehalten, von den Erlebnissen der Schulzeit bis zum Tod des letzten Freundes. Uns ist bekannt, dass derartige Freundeskreise der Abiturientien existieren und wir würden uns freuen, deren Akten zur Komplettierung des Bestandes im Stadtarchiv zu erhalten. Heute können wir schon Prof. Dr. Speckmann (1959) für die Übergabe von Unterlagen aus seinem Familienarchiv danken.

 

Eine ganze Reihe von Druckwerken zählen zum Bestand:

 

    ·       Liederbücher der Abiturientien bis weit ins 19. Jh zurück

 

·       Einige Bier- und Schülerzeitungen

 

·       „Schola Paulina“, Rundschreiben des Siebener-Ausschusses, Jahrgänge ab 1956

       (Erfasst durch ein Register)

 

·       Zahlreiche Druckschriften  aus dem Umfeld des Paulinum

 

·       Jahresberichte des Paulinum von ca. 1880 – 1930

 

·       Jahresbericht 1829/30

 

·      Alle Abiturienten seit dem ersten Abitur im Jahre 1820 sind verzeichnet.

 

Erhalten haben sich auch zahlreiche Fotos aus einzelnen Schulaktionen, aus dem Blasorchester (Euphonia) und dem Gymnasial-Turnverein, von den Abiturientien und ihren Umzügen, vom Lehrerkollegium und der Petri-Kirche.

 

Sobald die Aufarbeitung des Bestandes erfolgt ist, kann er von allen Interessenten im Lesesaal des Stadtarchives eingesehen werden.

 

-spe- / 16. 10. 2019



Liebe Paulinerinnen und Pauliner,

eine Homepage ist ja schon was für die ältere Generation. :-), oder?  Deswegen sind wir ja auch bei Facebook vertreten; dort will aber auch nicht jeder hin. Daher verweisen wir auf das Netzwerk XING, wo es seit Jahren eine aktive Gruppe Alter Pauliner gibt. Diese wird von Johannes Rudolph (AP 1999) koordiniert und hat inzwischen 445 Mitglieder. Networking war schon immer eine Sache für Paulinerinnen und Pauliner; warum dann nicht auch auf diesem Wege? 

Bei Stayfriends haben sich übrigens 1642 Personen als Alt-Pauliner eingetragen.

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12. Juni 2018: Am vergangenen Freitag wurde im Hexenbürgermeisterhaus in Lemgo eine Ausstellung eröffnet:  " #mehr als dagegen. - Schüler(protest)bewegungen 1968ff." Die Exposition basiert auf einem Projekt der Volkskundlichen Kommission von Westfalen, die im vergangenen Jahr zu wissenschaftlicher Unterstützung aufrief. Der Siebener-Ausschuss hat diesen Aufruf unterstützt. Einige Kontakte hat es auch aus unserer Alt-Schülerschaft hierzu gegeben. Die Ausstellung ist bis zum 16. 9. a.c. in Lemgo zu sehen. Viele Inhalte sind schon auf der Internetseite www.mehralsdagegen.de  einsehbar. Insgesamt eine spannende Begegnung mit Themen der eigenen Schulzeit am Ende der 1960er Jahre.

-spe-




Bilder und Berichte vom Farbenfest vom 19. März 2018 unter "Wiedersehen & Farbenfeste"!


Liebe Pauliner, speziell der Jahrgänge ca. 1965-1975,

mit der  Veröffentlichung eines längeren Textes von Prof. Dr. Volker Ladenthin (Uni Bonn) zur Wahrnehmung der Schulzeit um 1970 wollten wir eine Diskussion über diese Jahre eröffnen. Bisher hat uns das nur einige Gesprächsreaktionen eingefahren, leider noch nichts Schriftliches. Nunmehr weisen wir dringend wie herzlich auf ein Projekt hin, das  u.a. von der Volkskundlichen Kommission beim Landschaftsverband von Westfalen-Lippe gesteuert  wird:

 

"1968: Revolution in den Schulen!?

Schüler(protest)bewegung in der westfälischen Provinz".

 

Nähere Informationen zu diesem bemerkenswerten Untersuchungs-gegenstand, dem sich hoffentlich einige  Pauliner zuwenden, finden sich auf der oben verlinkten Seite des LWL, aber auch direkt bezogen auf unsere Schule  auf unserer Seite  HIER.



1968 ? Das war doch mal was ? Lotse  versus  NPI

Das Jahr 1968 wird stets mit der sog. "Studenten-Revolte" in Verbindung gebracht. Der 11. April brachte  das Attentat auf Rudi Dutschke, viele Demos und Aktionen folgten. Im Mai gab es die Unruhen in Frankreich und die UIa fuhr nach Rom. Im Juni gab es eine neue Schülerzeitung am Paulinum (NPI, Titel s.o.) und Diskussionen zur politischen Lage gab es satt, im "NPI" wie im "Lotsen", der nunmehr links orientierten  klassischen Schülerzeitung unserer Schule. Arabeske am Rande: Die Redaktion des Lotsen saß überwiegend in der UIb, die des NPI  , von wenigen Ausnahmen abgesehen, in der UIa. Verfolgten die einen (ein wenig verbissen) die Weltrevolution, so gaben sich die anderen eher heiter-liberal und als Adepten eines gewissen Ralf Dahrendorf. Die einen erlebten (... erlitten?)  einen Lehrer, dem man, um seine Unterrichtsstunde gezielt zu sabotieren,  als Ablenkungs-Köder nur die aktuelle Nummer des  Spiegel auf die Fensterbank legen musste. Die anderen diskutierten im recht offen empfundenen Philosophie-Unterricht mit einem anderen Kollegen  von Hegel  über Marx zu Adorno und Popper.  Im folgenden Schuljahr 1968/69 gab man die Zeitungen weiter heraus; dann  war man im Abitur, lehnte mehrheitlich eine Fahne ab, trug aber trotzdem bunte Mützen in Blau, Gelb und Gold, nicht zufällig zwei Farben dabei, die sich die F.D.P. gegeben hatte. Das hatte man in der Diskussion aber nicht öffentlich bekundet und so (zufällig?)  eine Mehrheit bekommen.

 

Man war aber vielfältig auseinander: Es gab eine problematische empfundene  Abi-Rede aus purer linker Sicht, ohne Gruß und Dank an irgendeine Seite ; spontan erhob sich ein ehemaliger Schülersprecher und wahrte zumindest den Anstand in einem stilvollen Grußwort an Schule, Kollegium und Elternschaft. Ein größere Gruppe der Abiturientia entfleuchte zeitnah nach Berlin, um dort mit grünem Personalausweis zu studieren und so zuvörderst dem Militärdienst - nicht zuletzt aber auch dem Zivildienst - zu entgehen.

 

Die politischen Diskussionen waren jedoch spannend; die Konservativen wie die eher Liberalen hatten vom Sozialismus jeglicher Spielart und seinen Experimenten die Nase gestrichen voll, als  am 21. August 1968 die Truppen des Warschauer Paktes das zarte Pflänzchen des "Prager Frühlings" mit ihren Panzern niederwalzten. Unvergessen jener Vormittag , an dem wir als Stufe im Musiksaal die aktuellen Radio-Übertragungen verfolgten. Unterricht fand nur bedingt statt.  Zwei Unentwegte aus dem Jahrgang, beide späterhin nicht unprominent, hingen noch ein großes Transparent an die Turnhalle: "Lang leben Dubcek und Svoboda!" - natürlich auf Tschechisch!

 

Keine Frage: Die Diskussionen jener Jahre haben lebenslange Wirkungen erbracht und eine Reihe von Biographien geprägt, übrigens auch mit kritisch zu betrachtenden Ergebnissen.

 

Beim Landschaftsverband von Westfalen-Lippe hat die Volkskundliche Kommission in Verbindung mit dem Stadtmuseum in Lemgo ein Projekt gestartet, das die Ereignisse von 1968 in den Schulen näher betrachten und untersuchen will. Dringend wie herzlich bitten wir unsere Con-Pauliner, etwa aus den Jahrgängen 1965-1975, sich einmal etwas Zeit zu nehmen, ggf. Erinnerungen niederzulegen, Quellen und Zeugnisse zu sortieren und womöglich  der untersuchenden Kommission zur Verfügung zu stellen. Es besteht auch die Möglichkeit zu Interviews.

 

Kontaktperson ist Frau  Christiane Cantauw MA in Münster, die sich über jede Nachricht und jeden Kontakt in dieser Sache freut. Hier ihre Kontaktdaten:

 

Christiane Cantauw M.A.

c/o Volkskundliche Kommission beim LWL

Tel.: (0251) 83-24404
Fax: (0251) 83-28393
E-Mail: christiane.cantauw@lwl.org

 

Zum Projekt ist auch ein Blog eingerichtet, der unter dem schönen Titel

"mehr als dagegen" firmiert. Hier der entsprechende Link.

 

Im kommenden Jahr soll das Projekt in Lemgo in einer Ausstellung im "Hexenbürgermeisterhaus" präsentiert werden.

- spe -


 Das flotte Editorial der Nr. 1 des "Neuen Paulinischen Intelligenzblattes" vom Sommer 1968. Die Ausgabe berichtete u.a. vom Prager Frühling, über Ralf Dahrendorf und die FDP, über paulinische Traditionen und die Vorbereitungen für die Olympiade in Mexiko aus medizinischer Sicht. Auch gab es ein Interview mit Heinrich Lohmeier, dem so verehrten Hausmeister jener Jahre. 

Die Weltrevolution war im NPI jedenfalls  kein Thema.


 Titelblatt der Ausgabe 1969-II des "Lotsen". Graphisch war der interessanter gestaltet als das NPI, das trotz behaupteter Beziehung zu den Herrschenden über noch weniger Geld verfügte. Man beachte das schöne Titelblatt mit den versteckten mehr oder weniger Prominenten jener Zeit (... oder gar unserer Schule!) Die 1969er hatten als einzige Abiturientia einen plattdeutschen Spruch: "Laot Wiärks men gaohn!". Gefunden im Brauhaus von Pinkus Müller!

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Impressum und Inhaltsverzeichnis der Ausgabe 1969-II  des "Lotsen" mit beachtlicher Graphik, ganz im Stil der Zeit.


Bucherscheinung

Henning Stoffers hat ein weiteres, reich bebildertes Münster-Buch herausgebracht: ,Münster zurückgeblättert - Band 2'.

 

Zwei Aufsätze behandeln unser Paulinum, Franz Homoet und Max Geisberg. Weitere Themen sind u.a. die ersten Nachkriegsjahre in Münster, die Körbe der Täufer und der münstersche Wochenmarkt.

 

Zu beziehen im Buchhandel oder beim Verlag.