Paulinerinnen & Pauliner?

Wer ihn gekannt hat, vergisst ihn nie!

 

Heinrich Lohmeier!

 

Langjähriger Hausmeister am Paulinum und engagierter  Freund ganzer Schülergenerationen. Die Redaktion freut sich über würdigende, persönliche  Erinnerungen an diese so prägende Persönlichkeit.

Texte bitte an info@alt-pauliner.de


Herr Bernd Löckener aus Münster, Mitglied des Löns-Verbandes, übermittelte   eine bemerkenswerte Anekdote aus dem Leben des Dichters und Schriftstellers Hermann Löns (1866-1914), dessen Vater Friedrich Löns 1884 als Lehrer von Deutsch-Krone an das Paulinum nach Münster versetzt worden war. Der junge Löns selbst "rasselte" 1886 durchs Abitur, bekam aber am 19. September desselben Jahres eine Chance zur Nachprüfung, die er bestand. Ab 22. 10 .1886 begann er dann in Münster an der philosophischen Fakultät Philologie zu studieren, blieb aber nur ein Semester. Ab Mai 1887 war er dann an der Uni in Greifswald eingeschrieben.

 

Das folgende Zitat stammt aus dem Buch des Bruders Ernst Löns: "Hermann Löns' Mannesjahre", Minden 1930 (S. 15). Das Geschehen bezieht sich auf den durchaus bekannten und in seiner Zeit als Philologen hoch angesehenen Professor Dr. Josef  Wormstall (1829-1907):

 

 

"Denn auch seine Lehrer hatten manchmal verwundert aufgehorcht, wenn er [HermannLöns], den sie geistesabwesend vermuteten, auf eine plötzliche Frage treffende und höchst humorvolle Antworten gab. So dozierte der gute Professor Dr. Wormstall einstmals in der Lateinstunde: 'Ich komme hier auf eine ganz sonderbare Ableitung. Wie ihr wisst, heißt sus das Schwein, der Lateiner leitet hiervon ab suile der Schweinestall. Als weiteren Fall gibt es noch ovis das Schaf und ovile der Schafstall. Weitere  gibt es nicht. Mir sind sie wenigstens nicht bekannt. - Aber Löns, Du hast so gut achtgegeben, Du wirst mir sicher noch einen Fall nennen können.'

 

Da hatte er [Hermann Löns] mit todernstem Gesicht geantwortet: 'Vermis der Wurm und vermile der Wormstall.' Die Klasse saß wie erstarrt. Dann aber durchbrauste ein schallendes Gelächter den Raum, als sie sahen, wie den Professor das Lachen so schüttelte, daß ihm die Tränen in den dichten Bart kullerten.

 

Diesmal war es der Lehrer, der den Schluß der Unterrichtsstunde kaum erwarten konnte, um den kapitalen Witz des neuen Schülers bei seinen Kollegen anzubringen. (...) Löns hatte in ihm einen väterlichen Freund gewonnen."

 

Die Redaktion dankt Herrn Löckener für diesen schönen Hinweis.

spe / 02. 05. 17


Man wundert sich manchmal, wie sehr sich die Geschichte unserer alten Schule, des Gymnasium Paulinum, im Stadtbild Münsters niedergeschlagen hat. Es gibt einen schönen Link zu Straßennamen, die wir Euch nicht vorenthalten wollen. Bitte HIER anklicken.