Nachrufe ab April 2019 bis 2020


Am 16. Juni 2019 verstarb in Reinbek bei Hamburg unser Con-Pauliner Prof. Dr. iur Hans-Hermann Seiler. Der Verstorbene gehörte zur Abiturientia Paulina  1950 und wurde als anerkannter Jurist durch zahlreiche Studien und Veröffentlichungen zur Geschichte und Gegenwart des Zivilrechtes bekannt. Besondere Aufmerksamkeit fand seine Herausgeberschaft und  Mitarbeit an der neuen Übersetzung des  "Corpus Juris Civilis".

 

Aus der Todesanzeige: "Ein kluger und tapferer Mensch, voll bedingungsloser Hingabe an die Aufgaben, die ihm das Leben stellte, hat uns für immer verlassen. Bereichernd für andere nahm er seine eigene Person stets zurück. Es war ein bewegtes, vor allem auch wissenschaftlich erfülltes Leben. Ein großer Wanderer, war die letzte Strecke seines Lebens-Wanderweges ein Weg des Leidens."  R.I.P.

 

Wikipedia: "Seiler studierte Rechtswissenschaften an den Universitäten Freiburg im Breisgau und Münster. In Münster legte er sein Erstes und sein Zweites Juristisches Staatsexamen ab. Ebenfalls in Münster schloss Seiler 1957 bei Max Kaser seine Promotion zum Dr. iur. ab. Seiler folgte seinem Lehrer Kaser nach dessen Wechsel an die Universität Hamburg und arbeitete in der Folge als dessen wissenschaftlicher Assistent. Bei Kaser habilitierte Seiler sich 1965 und erhielt die venia legendi für die Fächer Römisches Recht und Bürgerliches Recht.

 

Es folgte zunächst eine Tätigkeit als Privatdozent an der Universität Hamburg. 1968 lehnte Seiler einen Ruf an die Freie Universität Berlin ab, um einen Ruf der Universität Hamburg anzunehmen. Bis zu seiner Emeritierung 1998 war er dort Professor für Römisches Recht und Bürgerliches Recht. Daneben arbeitete er von 1970 bis 1983 als Richter am Hanseatischen Oberlandesgericht. Außerdem war Seiler entpflichtetes Mitglied der Akademie der Wissenschaften in Hamburg. Gemeinsam mit Okko Behrends, Rolf Knütel und Berthold Kupisch arbeitete Seiler seit Ende der 1980er-Jahre an der Übersetzung des Corpus Iuris Civilis." 

 

Näheres hierzu im Artikel: "Die Bibel der Juristen", Mitteilungen der Universität Bonn vom 14. 02. 2013: HIER

 

Hier der Nachruf der Akademie der Wissenschaften in Hamburg.

 

Die Trauerfeier findet statt am 9. Juli 2019 um 12.00 Uhr in der Bismarck-Gedächtnis-Kirche in Aumühle. 

 


Die Abiturientia Paulina von 1953 trauert um Dr. Hermann Christian Goldkamp, der am 25. Mai 2019 im Alter von 86 Jahren  verstorben ist. Unser Con-Pauliner arbeitete verdienstvoll als Geschäftführer der Industrie-Beteiligungs-Gesellschaft IBG in Köln und war Mitbegründer, erster Direktor und Verwaltungs-ratspräsident der Phoenix-Mecano AG in Stein am Rhein.

 

Unser Conpauliner fand seine letzte Ruhestätte am 3. Juni 2019 auf dem Friedhof Melaten in Köln. R.I.P.

 

 Traueranzeige für Hermann Christian Goldkamp vom 29.05.2019 aus Neue Zürcher ZeitungHermann Christian Goldkamp

Traueranzeigen aus der NZZ und der FAZ vom 29. 5. 2019



Bereits am 28.08.2017 verstarb StD i.R. Hubert Bücker (AP 1947) in Rheine

 
 

Hubert Bücker  wurde am 9. November 1926 geboren und legte in den schweren Zeiten nach dem Zweiten Weltkrieg 1947 am vereinigten Paulinum / Schillergymnasium das Abitur ab. Nach dem Studium unterrichtete unser Conpauliner von 1955 bis Januar 1989 mit einer fünfjährigen Unterbrechung fast dreißig Jahre am Gymnasium Dionysianum. Von 1965 bis 1970 gehört er zum Gründungskollegium des aus dem Dionysianum ausgegliederten neuen Kopernikus-Gymnasiums. An beiden Gymnasien unterrichtete er mit sehr großer Fachkenntnis und hohem pädagogischen Einsatz die Fächer Latein, Geschichte und katholische Religion. 1989 wurde er als Studiendirektor pensioniert.

 

Hubert Bücker war viele Jahre erfolgreich als Klassenlehrer tätig. Er hatte die Gabe, die Schüler anzusprechen, zu begeistern und ihnen zu helfen, ihre Persönlichkeit zu entfalten. Dies wurde gerade in den Schulgottesdiensten deutlich, die über den das Woher und Wozu irdischen Lebens abwägenden Religionsunterricht hinaus den Schülerinnen und Schülern einen persönlichen Weg aufzeigten.

 

Das Lehrerkollegium profitierte in sehr hohem Maße von seinen Fähigkeiten des Ausgleichens, des aufeinander Zugehens und des Konsenssuchens. Stets bewies Hubert Bücker hierbei Augenmaß und Besonnenheit, die auf seiner großen Erfahrung fußten, aus seiner Liebe zur Literatur schöpften und gerade durch seine festen Wurzeln im katholischen Glauben bereichert wurden.

 

 

(Aus dem Nachruf des Gymnasium Dionysianum in Rheine)