Nachrufe ab April 2019 bis 2020


Bereits am 13. August 2019 ist Dr. med. Martin Merz verstorben. Unser Conpauliner  wurde am 26. Januar 1950 geboren und gehörte zur Abiturientia Paulina 1968. Nach dem Abitur studierte Merz Medizin u.a. in Tübingen und absolvierte die Facharztausbildung als HNO-Arzt. In Lüdinghausen führte er dann bis zum Jahre 2015 eine eigene Praxis. In seiner Freizeit reiste der begeisterte Fotograf  und Cabrio-Fahrer und hinterließ über Jahre unter seinem eigenen Internetauftritt www.martinmerz.de  Reiseberichte und fotografische Impressionen aus vielen Ländern. Dabei kam die westfälische Heimat mit ihrer wunderschönen Natur nicht zu kurz.                                                                                                                                 R.I.P.


Bernd Schulze Wierling (AP 1951) verstorben

 

Die Alten Pauliner trauern um Bernd Schulze Wierling (Abiturientia Paulina 1951), der am 28. September 2019 verstorben ist. Geboren am 30. September 1929 bestand er im Jahre 1951 sein Abitur am Paulinum, das damals noch mit dem Schiller-Gymnasium verbunden war, und studierte danach Rechtswissenschaften. Von 1962 bis 1994 stand Schulze Wierling in Diensten der Handwerkskammer Münster, ab 1969 als ihr Hauptgeschäftsführer. Der Nachruf der HWK Münster notiert: „Über den Bereich (...) hinaus wirkte der Verstorbene in zahlreichen Gremien der Handwerksorganisation auf Landes- und Bundesebene mit. Besonders setzte er sich für die berufliche Aus- und Weiterbildung ein. Der Erhalt des Meisterbriefes als Gütesiegel des Handwerks war ihm dabei ein besonderes Anliegen. Mit seinem Namen sind der Aufbau des Handwerkskammer-Bildungszentrums (HBZ) in Münster und die Errichtung der Akademie des Handwerks Schloss Raesfeld eng verbunden. Sein handwerkliches und gesellschaftliches Engagement wurde mit dem Bundesverdienstkreuz 1. Klasse und dem Handwerkszeichen in Gold des Zentralverbandes des Deutschen Handwerks gewürdigt. Die HWK Münster zeichnete ihn mit der Ehrenplakette aus.“

 

 

Von 1968 bis 1996 wirkte Bernd Schulze Wierling im Aufsichtsrat der Volksbank Münster, dessen Vorsitzender er 1970 wurde. Engagiert in weiteren Vereinen und Verbänden, so im Lions-Club Münster, zeichnete sich unser verstorbener Conpauliner durch einen unglaublichen Humor, durch Schlagfertigkeit und Witz, erhebende literarische Kenntnisse und rhetorische Kompetenzen aus. Seine Auftritte und Vorträge, auch die gelegentlichen zur Karnevalszeit, waren Meisterwerke von Tiefsinn und sprachlicher Brillanz und bleiben vielen Menschen wie Bernd Schulze Wierling selbst unvergessen.                         R.I.P.

 


                                               Dr. jur. Franz-Josef Peus (* 12. März 1949, + 15. September 2019)
Dr. jur. Franz-Josef Peus (* 12. März 1949, + 15. September 2019)

Die Alt-Pauliner und besonders die Freunde in der Abiturientia Paulina von 1967 beklagen den viel zu frühen Tod von Dr. jur. Franz-Josef Peus, der am 15. September "nach langer, mit größter Tapferkeit still ertragener Krankheit friedlich verstorben ist." Unser herzliches Mitgefühl gilt Frau Dr. Charlotte Peus, den drei Kindern aus über 40jähriger Ehe und der ganzen Familie Peus.

 

Unser Con-Pauliner "studierte nach dem Abitur Rechtswissenschaften und Betriebswirtschaftslehre an den Universitäten München, Lausanne/Schweiz und Münster. Nach ersten beruflichen Erfahrungen in Köln und Düsseldorf trat er 1978 in vierter Generation in die 1879 von seinem Urgroßvater gegründete Kanzlei ein. (...) Über 40 Jahre lang, davon über 28 Jahre als Notar beriet und vertrat Dr. Franz-Josef Peus Menschen und Unternehmen mit größter Gewissenhaftigkeit und Integrität. Daneben diente er viele Jahre lang als Mitglied des Vorstands der Rechtsanwaltkammer für den Oberlandesgerichtsbezirk Hamm, als Mitglied des Senats für Notarsachen des Oberlandesgerichts Köln, als Prüfer in der Zweiten juristischen Staatsprüfung des Landesjustizprüfungsamtes in Düsseldorf und in der notariellen Fachprüfung bei der Bundesnotarkammer in Berlin sowie als Stellvertretender Vorsitzender der Vereinigung der Rechtsanwälte und Notare Münster. Seinen Kollegen und allen Mitarbeitern war er ein ebenso wertvoller wie bescheidener juristischer und menschlicher Ansprechpartner."                                                    (Aus dem Nachruf der Sozietät Dr. Peus - Dr. Leuer - Dr. Stelzig)

 

Die Rechtsanwaltskammer für den OLG-Bezirk Hamm ehrt den Verstorbenen mit folgenden Worten: "Dr. Franz-Josef Peus hat sich mit eindrucksvoller Geradlinigkeit und großem Engagement für die Interessen des Berufsstandes eingesetzt. Sein Berufsethos, sein Pflichtbewusstsein und seine persönliche Autorität waren vorbildlich. Sein Wort hatte Gewicht."

 

Dr. Peus hat sich in vielfältiger Hinsicht für die Menschen in Münster eingesetzt. 38 Jahre lang gehörte er dem Vorstand von "Haus und Grund" an und trug 19 Jahre lang die Verantwortung als Vorsitzender. Er wirkte ehrenamtlich in weiteren Vereinen  und Verbänden mit,  unter anderem im Lions-Club Münster.

 

Eine große Trauergemeinde nahm am 24. September  in St. Pantaleon zu Roxel und nachfolgend auf dem Zentralfriedhof in Münster Abschied von dem Verstorbenen. In seiner Predigt wies Pfr. Dr. Timo Weissenberg auf die christliche Lebensmitte hin, aus der Franz Josef Peus heraus überzeugend gelebt habe.

R.I.P.


Paul Bischoff-Everding (AP 1941) verstorben

 

Aus der "Kriegsabiturientia 1940/41" verstarb am 9. September 2019 im 97. Lebensjahr Paul Bischoff–Everding. Der Verstorbene wirkte über Jahrzehnte als Landwirt auf Haus Nünning in Gievenbeck, war in Gremien der Landwirtschaft aktiv, Ratsherr der Stadt Münster von 1961 bis 1969 und lange auch im Landschaftsbeirat tätig. In seiner Pfarrgemeinde wirkte er still in der Vinzenzkonferenz mit. Paul Bischoff-Everding findet seine letzte Ruhestätte auf dem Zentralfriedhof in Münster                                    R.I.P.

 

Nach dem Krieg studierte Bischoff-Everding Landwirtschaft und übernahm den elterlichen Betrieb, der jedoch der Stadterweiterung weichen musste. Die Familie konnte das alte Haus Nünning in Gievenbeck erwerben und entwickelte hier einen stattlichen Milchvieh-Betrieb. Haus Nünning wurde bereits 1280 urkundlich erwähnt, war zunächst ein Tecklenburgisches Lehen, das wiederholt den Besitzer wechselte und über die bekannten Münsterschen Familien von Grael  und Bischopinck  1707 an Preußen fiel. Die Domänenverwaltung verkaufte den malerisch gelegenen Hof zu Beginn des 19. Jahrhunderts in den Privatbesitz.

 

Paul Bischoff Everding gehörte zur sog. „Kriegsabiturientia 1941“, die in grausamer Weise die Ereignisse jener Jahre spiegelt. Die Geburts-Jahrgänge 1920 und 1921 wurden nach und nach bereits ab Ostern 1940 zum Kriegsdienst gezogen, so dass man ihnen pauschal im Herbst 1940 die Reife zuerkannte. Nur die jüngeren Con-Pauliner des Jahrgangs 1922 legten dann im März 1941 das reguläre Abitur noch ab. CP Klaus Zelzner schrieb dazu 1991 zum 100. Semester: „Die zahlenmäßige  Bilanz der Abiturientia von 1941 ist nach alledem bedrückend. Es waren insgesamt 56  Abiturienten. Von ihnen sind 20 aus dem Zweiten Weltkrieg nicht zurückgekehrt. Wohl keine Abiturientia des Paulinum dürfte einen so hohen Blutzoll im Krieg gezahlt haben wie die von 1941.“ Heute wissen wir aus dieser Abiturientia  noch Günther Fincke (Münster) und Hermann-Josef Schlösser (Düsseldorf) in unserer Gemeinschaft der Alt-Pauliner.

 

Zur Geschichte dieser Abiturientia hier der  LINK .

 


Am 5. Januar 2019 verstarb unser CP Dr. iur. Hans-Jürgen Schumacher (1949). Noch am 26. Dezember 2018 hatte der münsterische Unternehmer in völliger geistiger Frische seinen 90. Geburtstag feiern können.  Seit 1954 wirkte er als Geschäftsführer der Kanzlei HLB Dr. Schumacher & Partner, die er in über 50 Jahren zu einer der bekanntesten Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungsgesellschaften in Nordrhein-Westfalen ausgebaut hat, mit. 

 

Aus einem Lebensbild in den WN: "Geboren am 26. Dezember 1928 in Münster, legte Hans-Jürgen Schumacher 1949 sein Abitur am verbundenen Paulinum / Schillergymnasium in Münster ab und promovierte nach dem Studium der Rechtswissenschaften und der Betriebswirtschaftslehre 1953 zum Dr. iur.. 1956 trat er nach dem Abschluss als Diplom-Kaufmann in die Kanzlei seines Vaters Dr. Wilhelm Schumacher ein. Es folgte eine jahrzehntelange Laufbahn, in der er die Kanzlei konsequent weiter entwickelte. 

 

Er sei ein Kämpfer, bescheinigen ihm Familie, Freunde und berufliche Mitstreiter, der sich auch von gesundheitlichen Rückschlägen nie unterkriegen ließ und mit vollem Einsatz für seine Kanzlei und für seine Familie einstand. 2014 übergab Schumacher seine Anteile an seinen Sohn, den Wirtschaftsprüfer und Steuerberater Hans-Hermann Schumacher. Aus dem operativen Geschäft hatte sich Schumacher sen. bereits weitgehend zurückgezogen. 

 

Seiner Heimatregion tief verbunden, engagiert sich Schumacher seit 1963 als Mitglied der Rotarier. 40 Jahre lang übte er das Amt des Schatzmeisters im Rotary-Club Münster-St. Mauritz aus, darüber hinaus wirkte er als Mitglied des Verwaltungsrates des Instituts der Wirtschaftsprüfer (IDW), als Beiratsmitglied der Wirtschaftsprüferkammer und der Hupfer Metallwerke."

 

Im Nachruf der Familie heißt es: "Freundschaften - generationsübergreifend - pflegte er mit großer Hingabe. Seine bewundernswerte Energie, sein Humor in allen Lebenslagen und seine großherzige Menschenliebe blkeiben für uns dauerhaft der richtige Weg."                                                                                 R.I.P.


Am 16. Juni 2019 verstarb in Reinbek bei Hamburg unser Con-Pauliner Prof. Dr. iur Hans-Hermann Seiler. Der Verstorbene gehörte zur Abiturientia Paulina  1950 und wurde als anerkannter Jurist durch zahlreiche Studien und Veröffentlichungen zur Geschichte und Gegenwart des Zivilrechtes bekannt. Besondere Aufmerksamkeit fand seine Herausgeberschaft und  Mitarbeit an der neuen Übersetzung des  "Corpus Juris Civilis".

 

Aus der Todesanzeige: "Ein kluger und tapferer Mensch, voll bedingungsloser Hingabe an die Aufgaben, die ihm das Leben stellte, hat uns für immer verlassen. Bereichernd für andere nahm er seine eigene Person stets zurück. Es war ein bewegtes, vor allem auch wissenschaftlich erfülltes Leben. Ein großer Wanderer, war die letzte Strecke seines Lebens-Wanderweges ein Weg des Leidens."  R.I.P.

 

Wikipedia: "Seiler studierte Rechtswissenschaften an den Universitäten Freiburg im Breisgau und Münster. In Münster legte er sein Erstes und sein Zweites Juristisches Staatsexamen ab. Ebenfalls in Münster schloss Seiler 1957 bei Max Kaser seine Promotion zum Dr. iur. ab. Seiler folgte seinem Lehrer Kaser nach dessen Wechsel an die Universität Hamburg und arbeitete in der Folge als dessen wissenschaftlicher Assistent. Bei Kaser habilitierte Seiler sich 1965 und erhielt die venia legendi für die Fächer Römisches Recht und Bürgerliches Recht.

 

Es folgte zunächst eine Tätigkeit als Privatdozent an der Universität Hamburg. 1968 lehnte Seiler einen Ruf an die Freie Universität Berlin ab, um einen Ruf der Universität Hamburg anzunehmen. Bis zu seiner Emeritierung 1998 war er dort Professor für Römisches Recht und Bürgerliches Recht. Daneben arbeitete er von 1970 bis 1983 als Richter am Hanseatischen Oberlandesgericht. Außerdem war Seiler entpflichtetes Mitglied der Akademie der Wissenschaften in Hamburg. Gemeinsam mit Okko Behrends, Rolf Knütel und Berthold Kupisch arbeitete Seiler seit Ende der 1980er-Jahre an der Übersetzung des Corpus Iuris Civilis." 

 

Näheres hierzu im Artikel: "Die Bibel der Juristen", Mitteilungen der Universität Bonn vom 14. 02. 2013: HIER

 

Hier der Nachruf der Akademie der Wissenschaften in Hamburg.

 

Die Trauerfeier findet statt am 9. Juli 2019 um 12.00 Uhr in der Bismarck-Gedächtnis-Kirche in Aumühle. 

 


Die Abiturientia Paulina von 1953 trauert um Dr. Hermann Christian Goldkamp, der am 25. Mai 2019 im Alter von 86 Jahren  verstorben ist. Unser Con-Pauliner arbeitete verdienstvoll als Geschäftführer der Industrie-Beteiligungs-Gesellschaft IBG in Köln und war Mitbegründer, erster Direktor und Verwaltungs-ratspräsident der Phoenix-Mecano AG in Stein am Rhein.

 

Unser Conpauliner fand seine letzte Ruhestätte am 3. Juni 2019 auf dem Friedhof Melaten in Köln. R.I.P.

 

 Traueranzeige für Hermann Christian Goldkamp vom 29.05.2019 aus Neue Zürcher ZeitungHermann Christian Goldkamp

Traueranzeigen aus der NZZ und der FAZ vom 29. 5. 2019



Bereits am 28.08.2017 verstarb StD i.R. Hubert Bücker (AP 1947) in Rheine

 
 

Hubert Bücker  wurde am 9. November 1926 geboren und legte in den schweren Zeiten nach dem Zweiten Weltkrieg 1947 am vereinigten Paulinum / Schillergymnasium das Abitur ab. Nach dem Studium unterrichtete unser Conpauliner von 1955 bis Januar 1989 mit einer fünfjährigen Unterbrechung fast dreißig Jahre am Gymnasium Dionysianum. Von 1965 bis 1970 gehört er zum Gründungskollegium des aus dem Dionysianum ausgegliederten neuen Kopernikus-Gymnasiums. An beiden Gymnasien unterrichtete er mit sehr großer Fachkenntnis und hohem pädagogischen Einsatz die Fächer Latein, Geschichte und katholische Religion. 1989 wurde er als Studiendirektor pensioniert.

 

Hubert Bücker war viele Jahre erfolgreich als Klassenlehrer tätig. Er hatte die Gabe, die Schüler anzusprechen, zu begeistern und ihnen zu helfen, ihre Persönlichkeit zu entfalten. Dies wurde gerade in den Schulgottesdiensten deutlich, die über den das Woher und Wozu irdischen Lebens abwägenden Religionsunterricht hinaus den Schülerinnen und Schülern einen persönlichen Weg aufzeigten.

 

Das Lehrerkollegium profitierte in sehr hohem Maße von seinen Fähigkeiten des Ausgleichens, des aufeinander Zugehens und des Konsenssuchens. Stets bewies Hubert Bücker hierbei Augenmaß und Besonnenheit, die auf seiner großen Erfahrung fußten, aus seiner Liebe zur Literatur schöpften und gerade durch seine festen Wurzeln im katholischen Glauben bereichert wurden.

 

 

(Aus dem Nachruf des Gymnasium Dionysianum in Rheine)