Auf diesem neu eingerichteten Abschnitt des Internet-Auftrittes soll in zwangloser Form an Alt-Pauliner erinnert werden, die sich in besonderer Weise wissenschaftlich oder gesellschaftlich engagiert haben, couragiert aufgetreten oder originell in Werken und Lebensführung gewesen sind.

 

Anregungen, Texte und Bilder hierzu nehmen wir gerne entgegen:    info@alt-pauliner.de

 


Vor 75 Jahren im Widerstand gegen die Nazis: CP Paulus van Husen

 

Der Widerstand gegen die NS-Diktatur kulminierte am 20. Juli 1944. In seinem Zusammenhang spielte der Kreisauer Kreis eine bedeutende Rolle. Zu ihm zählte unser Con-Pauliner Paulus van Husen (1891-1971), der 1909 sein Abitur am Paulinum ablegte und eine bedeutende juristische Karriere gestalten konnte. Nur knapp entkam er  als Mitglied des Verschwörerkreises um Helmuth James von Moltke und den Grafen Schenk von Stauffenberg der Hinrichtung und wurde noch im April 1945  zu einer Zuchthausstrafe verurteilt, aus der ihn die Russen in Plötzensee befreiten. Bald darauf gehörte van Husen zu den Gründern der CDU und leitete von 1949 bis zu seiner Pensionierung 1959 das Oberverwaltungsgericht in Münster und den Verfassungsgerichtshof für Nordrhein-Westfalen.

 

"Viele Jahre später, in den 1960er Jahren, schreibt Paulus van Husen auf 977 Seiten seine Memoiren. Weitere 30 Jahre vergehen, bis van Husens Großneffe, der Buchautor, Psychotherapeut und Theologe Manfred Lütz, das Manuskript wiederentdeckt. Der Fund entpuppt sich als historisch wertvoll, weil die Lebenserinnerungen einen tiefen Einblick in das Kaiserreich, die Weimarer Zeit, die Nazi-Diktatur und Nachkriegszeit bietet." LINK Kirche & Leben

 

Die Erinnerungen van Husens liegen in zwei Veröffentlichungen vor:

 

Paulus van Husen: Erinnerungen eines Juristen vom Kaiserreich

bis zur Bundesrepublik Deutschland,

= Veröffentlichung der Kommission für Zeitgeschichte

Reihe A: Quellen, Band 53 , 2010

ISBN 978-3-506-75687-9

 

Hierzu aus der Verlagsankündigung:

 

Van Husen wuchs im Kaiserreich auf. Die katholische Lebenswelt im westfälischen Münster prägte ihn nachhaltig. Sein Lebensweg führte von dort über die Schlachtfelder des Ersten Weltkriegs nach Oberschlesien und im Dritten Reich nach Berlin. Zu Beginn der Bundesrepublik kehrte er in seine Heimatstadt zurück.

 

Der Einblick in dieses bewegte Leben ist außergewöhnlich lehrreich und gleichzeitig vergnüglich, weil van Husen in Fragen von Politik, Gesellschaft und Kirche sehr selbstbewusst klare, pointierte Positionen bezieht. Seine autobiographischen Erinnerungen spiegeln mehr als ein halbes Jahrhundert deutscher Zeitgeschichte aus der Sicht eines engagierten Katholiken wider.

 

 

Manfred Lütz und Paulus van Husen
Als der Wagen nicht kam – Eine wahre
Geschichte aus dem Widerstand
384 Seiten, gebunden, 25,- €, Verlag Herder,
ISBN: 978-3-451-38421-9

 

Hierzu ein Bericht unter diesem LINK:

 

Paulus van Husen wird mit zahlreichen Literaturhinweisen unter LINK WIKIPEDIA vorgestellt.

Auch auf den Internetauftritt der Kreisau-Initiative sei verwiesen: HIER

 

-spe-

19-07-20