Pfarrer Hans Sanders (AP 1961)

Pfarrer Hans Sanders, von 1981 bis 1986 Diözesanpräses des Bundes der katholischen Jugend (BDKJ) und von 1999 bis 2007 Diözesanpräses der Katholischen Arbeitnehmer Bewegung (KAB) im Bistum Münster, ist tot. Er starb am Donnerstag, 7. Mai, im Alter von 85 Jahren in seiner Geburtsstadt Wildeshausen im Kreis Oldenburg, teilt die KAB mit.

Sanders, 1940 geboren und 1967 zum Priester geweiht, war Kaplan in Emstek und Delmenhorst im Oldenburger Land. 1973 wurde er Diözesanseelsorger der Christlichen Arbeiterjugend (CAJ) und Diözesanpräses der Jungen Gemeinschaft KAB / CAJ.

 

1981 übernahm er die Leitung der Abteilung Jugendseelsorge im Bischöflichen Generalvikariat (BGV) Münster, zugleich wurde er Diözesanjugendseelsorger und Diözesanpräses des BDKJ. 1986 wechselte Sanders als Pfarrer nach St. Josef Marl-Drewer im Kreis Recklinghausen.

 

Pfarrer Wolfgang Böcker (AP 1955)

Am 21. März a.c. wurde unser CP Pfarrer Wolfgang Böcker in Schöppingen zur letzten Ruhe gebettet. Es war eine beeindruckende Totenfeier; dem Requiem stand Weihbischof Theising vor, zahlreiche Kleriker, Abordnungen der Vereine und Verbände, Menschen aller Altersschichten aus der Gemeinde und der Umgebung nahmen Abschied. In seiner Predigt umriss Bischof Theising, der den Verstorbenen über Jahrzehnte kannte (... kam er doch aus der Nachbarschaft), das reiche Leben Wolfgang Böckers, seine Zugewandtheit, seine vielfältigen Interessen für Theologie, Kunstgeschichte und Musik --- und die lateinische Sprache. 

Nach dem Requiem Messe fuhr ein mit zwei Rappen bespannter, geschmückter Flachwagen den Sarg zum Alten Friedhof Schöppingen, wo Wolfgang Böcker – seinem Wunsch entsprechend -  bei den Priester-Gräbern seine letzte Ruhestätte fand. Der Trauerkondukt wurde von etwa 300 Menschen begleitet.

Wolfgang Böcker gehörte einer Pauliner-Generation an, die mit ihren Prägungen schon fast ganz ausgestorben ist. Zu seiner Abiturientia von 1955 (damals noch in Kombination mit dem Schiller-Gymnasium) gehörten so markante Persönlichkeiten wie Heinrich Beermann (RA u. Notar in Telgte),  Michael Scharf (Stadtdechant in Münster) oder Barbara Hagemann (die wohl erste Abiturientin in der Geschichte des Paulinum). - Bis April 2018 war Wolfgang Böcker  Mitglied im Siebener-Ausschuss. Gewiss erinnert sich der eine oder andere an die von ihm gestalteten Gottesdienste zum Farbenfest oder unseren Besuch dort, als Wolfgang uns zu seinem Abschied mit Franz Egon Humborg nach Schöppingen geladen hatte.  Ich hatte das Glück, ihn in den letzten Jahren noch mehrfach besuchen zu können. Seine stille Klause mit Bibliothek und Kunstsammlung war ein bemerkenswerter Ort. Er selbst tief eingebunden in seine Gemeinde, ihre Menschen - und die lokalen Kunstschätze. Sein letztes Buch über den so großartigen Schöppinger Altar (Eine gemalte Predigt) habe ich noch rezensiert. Wolfgang Böcker wird vielen Alt-Paulinern und mir ganz persönlich unvergessen bleiben. R.I.P. 

 

Hans-Peter Boer (1969) 

 

 

 

Ferdi Middendorf (AP 1969)

Die Abiturientia Paulina 1969 trauert um Ferdinand Middendorf, der nach kurzer schwerer Krankheit im 76. Lebensjahr am 28. Januar 2026 in Münster verstorben ist.

 

Ferdinand studierte nach dem Abitur am Paulinum  in Münster Mathematik und Informatik mit Ziel auf das Lehramt. Nach Examina und Referendarzeit trat er 1977 seinen Dienst am Bischöflichen Gymnasium St. Michael in Ahlen an; dieser Schule blieb er bis zum Eintritt in den Ruhestand 2012 verbunden. Der Schulträger formuliert in seinem Nachruf: „Herrn Middendorf lag besonders die Vermittlung der Exaktheit und Schönheit des Fachs Mathematik am Herzen. So konnte er vielen Schülerinnen und Schülern durch seinen anschaulichen Unterricht die Mathematik nahebringen. Als einer der ersten ausgebildeten Informatiklehrer in NRW hat er sich besonders für die Entwicklung der Informatik und die Ausstattung der Informatikräume an unserer Schule eingesetzt. Generationen von Lernenden hat er als Klassenlehrer verantwortungsvoll begleitet und geprägt.“

 

Den Freunden in der ehem. Klasse OIa bleibt Ferdinand auch als großartiger Schachspieler in Erinnerung. Das „Spiel der Könige“ hat er schon zu Schulzeiten intensiv in Pausen und Freistunden mit Schulkameraden trainiert, im Jahre 1969 wurde Ferdi Bundes-Jugendmeister in dieser Disziplin. Aber auch das Doppelkoppspiel liebte er; in einem jahrzehntelang bestehenden Freundeskreis, darunter auch Conabiturienten, „schlug er gerne die Karten“.

 

Mit seiner Frau Christiane trauern Sohn und Tochter sowie vier Enkel um Ferdinand Middendorf. 

 

Requiescat in pace!

 

SPE, 12. Februar 2026